
Besprecht Beitragsebenen: Geld, Zeit, Organisation, Risiko. Prüft Modelle wie prozentuale Beteiligung, Mischformen oder gemeinsame Kasse mit persönlichen Taschengeldern. Wichtig ist, dass sich beide respektiert fühlen und handlungsfähig bleiben. Dokumentiert eure Entscheidung, testet sie drei Monate, evaluiert danach in Ruhe. So entsteht Gerechtigkeit als gelebter Prozess statt starres Dogma. Ihr schützt Würde, fördert Motivation und verankert Partnerschaft über bloße Prozentzahlen hinaus in echten, alltagstauglichen Vereinbarungen.

Schulden triggern häufig Scham und Rückzug. Setzt auf radikale Freundlichkeit: Fakten auflisten, Zinslast verstehen, Möglichkeiten prüfen, ohne moralische Abwertung. Tragt die Last gemeinsam, doch verteilt Verantwortlichkeiten klar. Kleine Erfolge – erste Tilgung, verhandelte Raten – werden gefeiert. So verwandelt sich Schwere in Handlungskraft. Die Beziehung wird nicht zum Gericht, sondern zum sicheren Hafen, aus dem heraus ihr Schritt für Schritt Stabilität und Selbstwirksamkeit zurückgewinnt und nachhaltig haltbare Routinen etabliert.

Familienmuster, erste Jobs, Krisen prägen Geldskripte. Erzählt euch eure Prägungen: Was wurde als Kind über Geld gesagt? Was löst Kaufrausch oder Sparkrampf aus? Mit Verständnis sinkt Bewertung. Dann entwerft neue, gemeinsame Skripte: „Wir fragen nach Hilfe, bevor es brennt.“ Solche Vereinbarungen befreien aus unbewussten Wiederholungen und schaffen Gestaltungsspielraum. Ihr entscheidet, welche Geschichten weiterwirken, und welche ihr liebevoll verabschiedet, um Platz für reife Zusammenarbeit zu schaffen.
All Rights Reserved.